Empereur / Imperatore / Kaiser

Der Titel bezeichnet allgemein die ranghöchsten, noch über den Königen stehenden Herrscher. Er leitet sich von dem römischen Staatsmann Julius Caesar ab.

Im deutschen Reich des Mittelalters sahen sich die deutschen Könige in direkter Nachfolge der römischen Caesaren: Die höchste weltliche Macht sei von den Römern auf das deutsche Reich übergegangen. Es wurde deshalb Heiliges römisches Reich deutscher Nation genannt. Der deutsche König liess sich jeweils vom Papst zum Kaiser krönen.

Poêle de faïence / Stufa di maiolica / Kachelofen

Eine im Mittelalter auf Burgen weit verbreitete Art der Heizung.

Hourd / Bertesca / Hurde

Eine Hurde (von althochdeutsch hürd = Flechtwerk aus Reisern) ist ein nach aussen vorkragender hölzerner und überdachter Wehrgang auf Burg- oder Stadtmauern zur Bekämpfung von Angreifern am Mauerfuss.

Château de terre et de bois / Castello in terra e legno / Holz-Erde-Burg

Zu Beginn des Burgenbaues im Frühmittelalter bestanden meist noch alle Teile einer Burg aus Holz: Der Bering war als Palisade oder als Mauer in Holz-Erde-Konstruktion angelegt. Die Gebäude im Innern der Burg bestanden ebenfalls aus Holz und waren in Pfosten- oder Fachwerkbauweise errichtet worden.

Der seit dem 10. Jh. vermehrt aufkommende Steinbau beschränkte sich lange nur auf die Ringmauer und wenige herrschaftliche Gebäude (Palas). Als sich ab 1200 der Steinbau durchsetzte, traten die Holzburgen in den Hintergrund.

Als Holzburg im engeren Sinn werden besonders diese Anlagen bezeichnet, die noch immer ganz oder weitgehend aus Holz erbaut wurden, als bereits gleichzeitig schon reine Steinburgen angelegt wurden. In vielen Landschaften hielt sich die Holzbauweise zwar noch bis ins 13./14. Jh., besonders in Norddeutschland, sie wurde aber mehr und mehr ein Zeichen für den Niederadel, der sich keine Steinburgen leisten könnte.

Château-fort sur hauteur / Castello d´altura / Höhenburg

Eine Höhenburg ist eine auf einer natürlichen Anhöhe (Hügel, Sporn, Kamm, Berg) errichtete Burg.

Im Gegensatz dazu die Niederungsburg (auch Flachlandburg genannt).

Porte d’entrée / Accesso sopraelevato / Hocheingang

Eingang in den Bergfried, den Wohnbau oder den Palas, der nicht ebenerdig lag, sondern im Obergeschoss.

Man erreichte diesen Eingang über eine hölzerne Aussentreppe.

Bei Türmen wählte man diese Form vor allem aus Sicherheitsgründen, bei Wohnbauten war die Treppe oft gemauert und repräsentatives Element, das den Besucher direkt in den grossen Saal im Hauptgeschoss führen sollte.

Italienisch auch: accesso in quota.

Haute noblesse / Alta nobilità / Hochadel

Der Hochadel umfasste Könige, Großherzöge, Herzöge, Landgrafen, Markgrafen und Fürsten und Grafen. Siehe auch Adel.

Duc / Duca / Herzog

Herzöge waren ursprünglich germanische Heerführer, später Herrscher im Namen des Königs über bestimmte Stammesgebiete (z. B. Bayern oder Schwaben).

Seit dem 13. Jh. waren Herzöge Herrscher über bestimmte Territorien oder Träger des vom König verliehenen Adelstitels, Oberherren über Grafen und Edelherren.

Die Herzogswürde wurde vom König als Lehen vergeben und konnte auch wieder entzogen werden.

Héraut / Araldo / Herold

Offizieller Bote des Lehnsherr, der als Überbringer von Nachrichten und als Diplomat wirkte.

Er musste auf Tunieren und im Krieg die Ritter identifizieren und kannte deshalb alle Wappen .

Herolde gaben auf Turnieren das Zeichen für den Beginn und das Ende des Kampfes.

Cimier / Cimiero / Helmzier

Auf den Helm aufgesteckte Verzierung, oft in Form einer Figur, meist in Bezug auf das Wappen des Ritters. Sie sollte helfen, den Ritter auf Turnieren zu identifizieren.