Generalversammlung in Basel und Exkursion in den Sundgau

Jahresversammlung 2004 in Basel

28./29. August 2004

Von Thomas Bitterli

Bei sonnigem, angenehm kühlem Wetter versammelten sich am Samstag 28.08.2004 um 11 Uhr vor dem Münster zu Basel rund 60 Vereinsmitglieder. Nach der Begrüssung durch die Präsidentin Dr. Renata Windler und den Kantonsarchäologen Dr. Guido Lassau zeigte Christoph Matt, Mitarbeiter der Bodenforschung Basel-Stadt in einer Bildschau die wichtigsten Etappen der Entwicklung von Basels Stadtmauern. Nach dem Mittagessen im Garten des Café zum Isaak wurden in drei Gruppen während rund zwei Stunden die wichtigsten Informationsstellen der Basler Stadtmauer besucht. Dank ihren profunden Kenntnissen der Stadtmauergeschichte gelang es den drei Führenden, uns die Unterscheidung der drei Hauptphasen der Stadtmauerentwicklung verständlich zu machen: Die innerste (älteste) Burkhart'sche Mauer, die innere (mittlere) Stadtmauer und die äussere (jüngste) Stadtmauer.

Die Jahresversammlung fand im Theaterkeller «zum Isaak» statt und wurde von der neuen Präsidentin souverän und in gewohnt zügiger Weise durchgeführt. Keiner der traktandierten Tagespunkte gab zu einer Diskussion Anlass.

Im Anschluss an die Versammlung wurden die Anwesenden von den Burgenfreunden beider Basel zu einem Apéro in ihr Vereinslokal  die Burgenstube  eingeladen. Ein Abendessen im Restaurant Luftschloss rundete den Tag ab.

Exkursion in den Sundgau

Bei Regenschauer trafen sich am Sonntag 29.08.2004 um 9 Uhr vierzig Personen im Bus zur Exkursion in den nahen Sundgau. Während der Fahrt durchs Leimental klarte das Wetter auf, und ohne Regenschirm konnten wir die Burgruine Pfirt über dem Städtchen Ferrette besuchen. Die Burg war vom 12.  14. Jahrhundert die Residenz der Pfirter Grafen und ging 1324 erbweise an die Herzöge von Österreich über. Im Westfälischen Friede 1648 wurde Burg und Herrschaft Pfirt an die Französische Krone abgetreten, die die im Zerfall begriffene Burg dem Kardinal Mazarin schenkte.

Um 1144 gründeten die Grafen von Pfirt im benachbarten Feldbach ein Kloster, das sie als Grablege für Familienmitglieder benutzen wollten. Der heute noch bestehenden Klosterkirche statteten wir einen kurzen Besuch ab.

Auf der Fahrt zur Ruine Morimont verdunkelte sich der Himmel wieder, und kurz nachdem wir die Auberge de Morimont betreten hatten, prasselte erneut ein Regenschauer nieder. Während wir «Flammkueche» und «Baeckaofe» genossen, verzog sich das Unwetter. Wiederum ohne Regenschirm konnten wir die Burgruine Morimont besuchen, wo wir den Erläuterungen von Frau Gabrielle Claerr Stamm, Präsidentin der Société d'histoire sundgauvienne, teils in «Elsässerdütsch», teils auf Französisch folgten. Eindrücklich ist der grosse Gewölbekeller, der nach Sanierungsarbeiten wieder zugänglich ist. Die Burg war im 13. Jahrhundert in Lehensabhängigkeit der Pfirter Grafen und kam mit Pfirt 1324 erbweise an die Herzöge von Österreich. 1445 und 1468 (Burgunderkrieg) von den Eidgenossen verwüstet, wurde die Burg im 16. Jahrhundert zur Festung ausgebaut und 1637 im Zuge des 30jährigen Krieges von den Franzosen zerstört.

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