Frühlingsversammlung in Aarau

Frühlingsversammlung in Aarau

8. Mai 2004

Von Dr. Jürg E. Schneider

Bei schönem Wetter fanden sich an diesem Samstagmorgen 45 Mitglieder unseres Vereins im Schlössli ein und wurden durch den Schreibenden im Namen des Vorstandes willkommen geheissen. Der Willkomm wurde von Dr. Martin Pestalozzi  dem Hausherrn und Gastgeber im Stadtmuseum «Alt-Aarau»  aufgenommen. Das Schlössli ist vor der kyburgischen Stadtgründung um 1240/50 und ausserhalb des zeitgleichen Berings wohl im frühen 13. Jahrhundert entstanden. Der erst nachträglich erhöhte Bergfried gilt als das kraftvollste Beispiel der Findlingsbauten im Aargau. An ihn wurde im 13./14. Jahrhundert der Palas angebaut.

Nach einer historischen Einführung über die Stadtwerdung und Entwicklung von Aarau durch unseren Gastgeber in der Funktion als Stadtarchivar wurden wir in zwei Gruppen von kundigen Hostessen durch das didaktisch attraktiv gestaltete Wohnmuseum mit Dokumenten und reichen Interieurs einst führender Familien, wie Frey-Herosé, Herzog, Rothpletz und Zschokke geführt. Im Waffensaal «stärkten» wir uns hernach mit einem Apéro für die Verschiebung an den Mittagstisch im Restaurant «Riviera», unten im Schachen.

Nach dem Mittagessen wurden wir erneut in zwei Gruppen von ebenso kundigen Hostessen durch die Stadt geführt. Die eine Gruppe erklomm den Oberen Turm, das Wahrzeichen Aaraus. Dieser geht im Unterbau in die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück, wurde im 16. Jahrhundert aufgestockt und erhielt 1580 sein heutiges Aussehen mit steilen Zeltdach, bekrönt durch das nadelschlanke Glockentürmchen. Die zweite Gruppe wurde durch die Altstadt geführt. Stationen waren die reformierte Stadtkirche und das Rathaus. Dessen ältester Teil bildet der Turm Rore, der aus der Zeit der kyburgischen Stadtgründung um 1240/50 stammt. Die Halde, die Golattenmatt und die breit angelegten Hauptgassen, begrenzt durch die stattlichen Bürgerhäuser mit den weit ausladenden Giebelründen bildeten den Abschluss dieses Rundganges.

Aarau ist eine gastliche Stadt und als willkommene Gäste haben wir uns auch entsprechend wohl gefühlt. Dr. Martin Pestalozzi, dem Schlössliwart und den charmanten Hostessen gilt unser herzliches Dankeschön.

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