Generalversammlung in Bischofszell

Jahresversammlung 2008 in Bischofszell

30./31. August 2008

81. Jahresversammlung des Schweizerischen Burgenvereins

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Am Samstag, den 30.8.2008, versammelten sich rund 30 Mitglieder des Vereins um 10 Uhr beim Bahnhof Kradolf TG, wo sie von der Gemeinde- und Kantonsrätin Renate Bruggmann begrüsst wurden.

   

Nach kurzem Überblick über die Politische Gemeinde Kradolf-Schönenberg und dem Hinweis auf die neue Brücke über die Thur, bei der die Kunst am Bauwerk zwar vorhanden, aber nur für den Fussgänger sichtbar sei, wanderte die Gruppe über Schönenberg zur Burgruine Last.

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Dort wurden die Wanderer mit einem Apèro empfangen, gestiftet von der Gemeinde Kradolf-Schönenberg und der Genossenschaft zur Erhaltung der Ruine Last und Heuberg.

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Der Präsident der Genossenschaft, Werner Frischknecht, berichtete über die Erhaltungsarbeiten am Turm, während der Kantonsarchäologe Dr. Hansjörg Brem die Geschichte von Turm und Herrschaft Last skizzierte.

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Kurz vor Mittag zog die Gruppe wieder hinunter nach Schönenberg, wo das Mittagessen wartete. Am Nachmittag startete die Exkursionsgruppe bei der alten Thurbrücke von Bischofszell. Mit ihren 116 Metern ist die achtjochige Brücke über die Thur die längste noch erhaltene Natursteinbrücke der Schweiz aus dem Mittelalter. Eingehend wurden die Befunde und die Vorgehensweise bei der jüngsten Sanierung der Brücke erläutert und diskutiert.

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Danach ging es zum Schloss von Bischofszell. Dort wurden wir vom Stadtammann Josef Mattle begrüsst. Es folgte ein gut zweistündiger Rundgang durch Bischofszell, mitunter ein Gang durch den Speisesaal des Bürgerheims von Bischofszell; jeweils mit profunden Erläuterungen des Ammanns.

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Schon etwas müde von der Exkursion versammelte sich die Gruppe um 17 Uhr im Ratshaussaal von Bischofszell um die statutarische Jahresversammlung des Vereins durchzuführen. Anwesend waren 21 stimmberechtigte Vereinsmitglieder und 6 Vorstandsmitglieder. Neben den üblichen Traktanden wie Jahresbericht, Rechnung/Bilanz und Budget galt es wiederum, für ein zurückgetretenes Vorstandsmitglied ein neues zu wählen.

Zurückgetreten ist Dr. Hans Rutishauser, der von 1990 bis 2008 Vorstandsmitglied beim Schweizerischen Burgenverein war. Nach dreissigjähriger Tätigkeit als Denkmalpfleger des Kantons Graubünden ist Hans Rutishauser Ende Juni 2008 in den Ruhestand getreten und hat deshalb gleichzeitig auch weitere Funktionen abgegeben. In seiner Wirkenszeit hat er im Kanton Graubünden den Umgang mit den Baudenkmälern nachhaltig geprägt; im Rahmen seiner Vorstandstätigkeit beschäftigte er sich auch mit der Sanierung von Burgruinen. Als Vermittler und Erforscher der einheimischen Kunst- und Architekturgeschichte hat Hans Rutishauser Anerkennung und hohe Wertschätzung erlangt. Bereits heute legendär sind seine faszinierenden Führungen mit glasklaren und fesselnden Erläuterungen. Es bleibt zu wünschen, dass Hans Rutishauser als Kulturvermittler noch für viele Jahre Zuhörerinnen und Zuhörer in seinen Bann zieht, wir hoffen insbesondere noch auf die Leitung einer Exkursion ins Veltlin im Jahr 2009.

Als Nachfolgerin wurde Flurina Pescatore, Denkmalpflegerin des Kantons Schaffhausen, gewählt. Damit ist der Bereich "Denkmalpflege" weiterhin im Vorstand des Burgenvereins vertreten. Nach der Versammlung bat der Ammann zu einem Apèro in die Eingangshalle des Rathauses, wo vor allem der "Pomme secco" grosses Interesse fand.

Am Sonntag versammelten sich 29 Vereinsmitglieder am Bahnhof Bürglen. Schloss und Städtchen (bzw. befestigte Ortschaft) Bürglen waren das erste Ziel.

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Nach einer Fahrt über den Seerücken besuchten wir die soeben konservierte Burgruine Chastels oberhalb Tägerwilen. Hier erläuterte der Kantonsarchäologe Hansjörg Brem ausführlich die Befunde und die Vorgehensweise bei der Sanierung des Mauerwerks. Danach ging's zum Mittagessen in den "Adler" nach Ermatingen. Nach dem Essen besuchten wir die Kapelle Mannenbach, wo uns die Restauratorin Doris Warger die Ausmalung der Kapelle erläuterte. Nach kurzer Fahrt wieder über den Seerücken galt es ein längeres Stück Weg unter die Füsse zu nehmen, um die Wallanlage Mühlberg zu besichtigen.

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Das letzte Ziel dieses reichen Exkursionsprogramms bildete das römische Kastell Pfyn (ad Fines) mit seinem neu gestalteten Ausstellungsraum.

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Am Bahnhof Frauenfeld fand die Exkursion ihren Abschluss und die Teilnehmenden reisten müde, aber mit vielen neuen Eindrücken zufrieden nach Hause.

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Nochmals herzlichen Dank an den Exkursionsführer, Dr. Hansjörg Brem (Frauenfeld)

(Bilder von Benedikt Zäch und Thomas Bitterli)

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