Die mittelalterliche Stadt erforschen - Archäologie und Geschichte im Dialog.

Beiträge der Tagung "Geschichte und Archäologie: Disziplinäre Interferenzen" am 7. bis 9. Februar 2008 in Zürich".

Archäologie und Geschichte haben beide die wissenschaftliche Erforschung vergangener Ereignisse, Strukturen, Entwicklungen und Kulturen zum Ziel. In der praktischen Arbeit aber setzen sie unterschiedliche Akzente. Während die Historiker bei den (Re-)Konstruktionen der Vergangenheit in erster Linie von schriftlichen Quellen ausgehen, befassen sich die Archäologen vor allem mit der materiellen Kultur, mit Funden, Befunden, erhaltenen Gebäuden und bildlichen Darstellungen.

Der Ruf nach Interdisziplinarität ist überall zu vernehmen; er scheint aber ungehört zu verhallen oder ist auf Lippenbekenntnisse beschränkt, und selten kommt es zu erfolgreichen Kooperationen zwischen historischen und archäologischen Fachbereichen. Zu weit auseinander zu liegen scheinen Methoden, Fragestellungen und Begrifflichkeiten. Dabei gibt es immer wieder Beispiele für den Nutzen, ja die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Dieser Zusammenarbeit - der vorhandenen wie der fehlenden - ist der vorliegende 36. Band der Reihe "Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologe des Mittelalters" gewidmet. Er vereinigt die Beiträge von 21 Fachleuten aus der Archäologie, Bauforschung, Geschichte und Kunstgeschichte aus der Schweiz, Deutschland, Slovenien, Ungarn, und den USA. Es handelt sich um die Beiträge einer internationalen Fachtagung, die vom 7. bis 9. Februar 2008 unter dem Titel ‚Geschichte und Archäologie: disziplinäre Interferenzen' in Zürich stattfand. Auf dem geschichtsträchtigen Lindenhof versammelten sich rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 8 Nationen, darunter viele Nachwuchskräfte, um engagiert über das Verhältnis von Archäologie und Geschichte zu diskutieren und debattieren. Im Zentrum stand die Archäologie und Geschichte der Stadt des Mittelalters. Geplant und durchgeführt wurde die Tagung vom Schweizerischen Arbeitskreis für Stadtgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Archäologie und Kunstgeschichte des Mittelalters am Kunsthistorischen Institut der Universität, Zürich sowie mit der Stadtarchäologie Zürich. Der Schweizerische Burgenverein gehört mit seiner bereits 1974 begründeten Jahrbuchreihe "Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters" international zu den Vorreitern der Zusammenarbeit von Archäologie und Geschichte. In inzwischen über 30 Bänden stellten Historiker und Archäologen die gemeinsamen Ergebnisse ihrer Forschungen in Burgen, Städten, Dörfern und sogar in Seen vor. Nichts ist deshalb naheliegender als eine Veröffentlichung der Tagungsbeiträge in dieser Reihe. 

Zum Index des Band 36

 

Angaben zum Band 36, 2009

Die mittelalterliche Stadt erforschen - Archäologie und Geschichte im Dialog
Hrsg. von Armand Baeriswyl, Georges Descoeudres, Martina Stercken und Dölf Wild.
Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters 36,
Verlag Schweizerischer Burgenverein, Basel 2009. - 232 Seiten; 130 sw-Abbildungen.
Preis: CHF 55.- (+ Versandkosten).
ISBN 978-3-908182-20-7.

Bezug:
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