Mittelalter 2020/2
Heft 2020/2    3. Artikel

Bauten des 14.–17. Jahrhunderts in der Altstadt von Steckborn TG

von Martin Hüeblin

Die ersten mit Dendrochronologie datierten Bauten in Steckborn beginnen mit dem «Turmhof» (Abb. 10), einem für den Stadtherren, den Abt der Reichenau, 1280/81 erstellten Wehrturm direkt am See. Kurz nachdem die Stadt 1313 ein Marktrecht erhalten hatte, lassen sich bereits erste Dendrodaten in Wohnbauten feststellen (Haus Seestr. 96, um 1320 bzw. 1390). Weitere Baukerne und Bauteile datieren ins 15. Jh., bevor die Nachweise im 16. und 17. Jh. immer zahlreicher werden. Auch wenn viele Gebäude Fassaden des 17.–19. Jhs. aufweisen, hat sich doch bei den meisten Untersuchungen gezeigt, dass sehr oft noch Kerne oder Bauteile aus dem Mittelalter vorhanden sind, die bis ins 14. Jh. zurückgehen können. Alle Umbauten in der Steckborner Altstadt sollten deshalb bauarchäologisch begleitet werden. Gesicherte Aussagen zur Bauentwicklung der Altstadt können erst nach Vorliegen weiterer Grabungen und Bauuntersuchungen gemacht werden. Als Muster könnte die Altstadt von Bischofszell dienen, wo fast alle Bauten in der Kernstadt, die vor dem Brand von 1743 entstanden sind, datiert werden konnten.

Hüeblin, Martin : Bauten des 14.–17. Jahrhunderts in der Altstadt von Steckborn TG
Mittelalter – Moyen AgeMedioevoTemp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 25. Jahrgang 2020, Heft 2, 44 - 55.

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