Mittelalter 2013/4
Heft 2013/4    5. Artikel

Der Name verpflichtet: Friedrich Hegi und Schloss Hegi

von Peter Niederhäuser

Das ehemalige Wasserschloss Hegi zählt zu den gut erhaltenen spätmittelalterlichen Burgen der Ostschweiz und verdankt sein Erscheinungsbild vor allem den Herren von Hohenlandenberg. Später eine zürcherische Obervogtei und nach 1798 ein Bauerngut, gelangte die vernachlässigte Anlage 1915 an den Privatgelehrten Friedrich Hegi. Der renommierte Historiker liess die Anlage nach damaligen denkmalpflegerischen und heimatschützerischen Grundsätzen umfassend wiederherstellen und schuf sich ein Gesamtkunstwerk, wo rekonstruierte historische Räume mit passendem Mobiliar ausgestattet wurden. Unterstützt vom Landesmuseumdirektor Lehmann und Kantonsbaumeister Fietz, verknüpfte Hegi die bauliche Sanierung mit Archivstudien und blieb damit bei seinen Bemühungen immer auf dem Boden der Wissenschaft. Ein möglichst authentischer Eindruck war ihm wichtiger als phantasievolle Erneuerung, und wenn er  durchaus gewollt  in die bestehende Bausubstanz eingriff, so stand ihm die «originale» Einheitlichkeit eines Ensembles vor Augen, das er unter grossen finanziellen Opfer in einen mustergültigen Zustand brachte und als Privatmuseum der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Niederhäuser, Peter : Der Name verpflichtet: Friedrich Hegi und Schloss Hegi
Mittelalter – Moyen AgeMedioevoTemp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 18. Jahrgang 2013, Heft 4, 135 - 145.

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